kuenstler_taenzerAls Proberaum und Tanzstudio hielt Mutters Wohnzimmer her. Die “Lehrer” flimmerten per Video in die Gemeindebauwohnung. John Travolta, Die New York City Breakers, Michael Jackson und schlussendlich Fred Astaire, der bei Michael Seida die Liebe zum Steptanz entfachte. Die „Hoofer“, die schwarzen Rhythme-Tap-Größen wie Gregory Hines, Bunny Briggs, Bill “Bojangles” Robinson, Chuck Green, Honi Coles oder die Nicolas Brüder taten ein Übriges dazu. Mit der Fernbedienung in der Hand und einer dünnen Holzplatte unter den Beinen ließen sich die Allzeitgrößen mit der gehörigen Leidenschaft aufsaugen und reproduzieren.

Mutters Wohnung tauschte Seida bald mit der Showbühne. Dort würdigt er seither seine Idole mit bekannten Schrittfolgen, oft und gerne in parodistischer Weise. Ob raumgreifend im Astaire-Stil oder aus dem Stand beim schwarzen Rhythme-Tap, Seida ist in beiden Techniken gut zu Fuß. Trotz der starken Beeinflussung durch die “alten Meister” hat er dabei doch einen eigenen Stil gefunden – sodass das bühnenreife Resultat immer ein echter Seida ist.

Beim reinen Tapdance ist es freilich längst nicht geblieben. Mit ähnlicher Freude frönt das Bewegungstalent auch dem Breakdance, dem Hip-Hop und jeder Form des groovigen Tanzens.


Michael Seida: Der Sänger | Der Tänzer | Der Komödiant | Der Entertainer | Der Schauspieler